Wohungssituation in Köln

Straßeninterviews in der Kölner Südstadt

Wohnungslosigkeit bekämpfen – Obdachlosenhilfe verbessern

In Köln sind 4871 Menschen (Stand 30.06.2016) wohnungslos. Das ist eine erschreckende Zahl und ein weiterer Ausdruck für die Armut, die in dieser Stadt herrscht. Auch wenn die Stadt Köln, private Initiativen und freie Träger sich bemühen, der Not so vieler Menschen mit Rat und Tat zu begegnen, sieht DIE LINKE Köln noch weitere Notwendigkeiten, die Situation der Menschen ohne eigenen mietrechtlich abgesicherten Wohnraum zu verbessern.

Der „freie Markt“ hat die bestehenden Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht gelöst, im Gegenteil, er verschärft sie tagtäglich.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe erwartet von 2017 bis 2018 einen weiteren Anstieg der Wohnungslosigkeit um 40 Prozent. Die Stadt muss sich darauf vorbereiten. Sie muss aber auch schon heute alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen und Möglichkeiten schaffen, um neue Obdachlosigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen und bereits obdachlose Menschen dabei zu unterstützen, wieder eine Wohnung zu bekommen.

 

DIE LINKE Köln fordert daher in ihrem Wahlprogramm:

> Damit das Problem der Obdachlosigkeit in der Öffentlichkeit nicht verdrängt wird, muss die Verwaltung den Rat regelmäßig über die Entwicklung der Obdachlosigkeit unterrichten. Dabei muss auch über die Ursachen und Hintergründe berichtet werden, warum Menschen im öffentlichen Straßenraum übernachten und bestehende Hilfs- und Übernachtungsangebote nicht annehmen.

> Damit neue Obdachlosigkeit gar nicht erst entsteht, sind Zwangsräumungen z.B. zur Durchsetzung von Luxussanierungen möglichst zu verhindern. Dabei muss zum Beispiel auch das Instrument der Beschlagnahme der Wohnungen soweit wie möglich genutzt werden, um den Betroffenen ein Dach über dem Kopf und den Menschen das Verbleiben in ihrem gewohnten Umfeld zu sichern, wenn geeignete Ersatzwohnungen nicht verfügbar sind.

> Um auf den drohenden Anstieg der Obdachlosigkeit vorbereitet zu sein, muss die Stadt eine ausreichend große Zahl von kommunalen Belegwohnungen vorhalten und weitere Belegungsbindungen erwerben.

> Die Sammel- und Notunterkünfte für wohnungslose Menschen müssen durch kleinere und menschenwürdige Einheiten ersetzt werden. In kleineren Unterkünften kann besser auf persönliche Wünsche und individuelle Bedürfnisse der Betroffenen eingegangen und eine soziale Betreuung gewährleistet werden.

> Auch für Menschen, die sich für ein Leben im öffentlichen Straßenraum und ein Zusammenleben mit Hunden entschieden haben, müssen ausreichend alternative Möglichkeiten zur Übernachtung geschaffen werden, die sie gemeinsam mit ihren Hunden nutzen können.

> Um Menschen, die sich in langjähriger Obdachlosigkeit an das Leben im öffentlichen Straßenraum gewöhnt haben, den Übergang in eine Wohnung möglich zu machen, muss die Stadt angemessene alternative Wohnformen und Projekte entwickeln, fördern und mit Personal ausstatten.

> Die Anzahl der Plätze, in denen kranke und obdachlose Menschen unterkommen und ärztlich behandelt werden können, muss dringend erhöht werden.

> Entsprechend der KVB-Selbstverpflichtung darf wohnungslosen Menschen der Zugang zu den unterirdischen U-Bahn- Stationen im Winter auch weiterhin nicht verwehrt werden.

 

Weiterführende Informationen:

http://www.die-linke-koeln.de/ortsverbaende/innenstadt_rodenkirchen/themen/detail/zurueck/aktuelles-47/artikel/obdachlosigkeit-in-koeln/

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Aktuelles und Pressemitteilungen
20. Januar 2018 Gernot Schubert

Wohnen in der Südstadt darf nicht unerschwinglich werden!

Mit Durchschnittsmieten von 12,33 Euro Netto-Kaltmiete lagen die Altstadt Süd und die Neustadt Süd schon 2016 an der Spitze der Mieten in ganz Köln. Wenn 2018 und 2019 die Mietpreisbindungen in zahlreichen der auf dem ehemaligen Stollwerck-Gelände errichteten Sozialwohnungen auslaufen werden, droht grade in der Südstadt ein noch schnellerer Anstieg der Mieten. Denn die Vermieter werden sich die Chance nicht entgehen lassen, die Mieten dort so schnell wie möglich auf das für Normalverdienende  Mehr...

 
17. Januar 2018 Matthias W. Birkwald

Einsatz für bezahlbare Mieten beim ersten LINKEN Infostand des Jahres

Am Samstag, den 13. Januar verteilte der LINKE Ortsverbandes Köln- Innenstadt/Rodenkirchen beim ersten Infostand im Jahr 2018 auf der Severinstraße mit Unterstützung unseres Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald Flyer zur Wohnungspolitik. Nach dem Auslaufen der Mietpreisbindung in den Sozialwohnungen auf dem Stollwerck-Gelände stehen im Severinsviertel weitere Mietsteigerungen an. Das lehnen wir ab. Deshalb fordert DIE LINKE eine Milieuschutzsatzung für das Severinsviertel und mehr dauerh Mehr...

 
4. Januar 2018 Matthias W. Birkwald und Jörg Detjen

Guter Journalismus braucht gute Arbeitsbedingungen!

Liebe Kolleg*innen von ver.di und DJV bei der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft, lieber Kollege Otten, als Kölner Bundestagsabgeordneter und als Vorsitzender der Ratsfraktion der LINKEN unterstützen wir Eure Forderung nach Anerkennung der Flächentarifverträge bei der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft GmbH und übermitteln Euch gerne unsere Solidarität mit Eurem mehrtägigen Warnstreik. Mehr...

 
22. Dezember 2017 Parteivorstand der Partei DIE LINKE

Waffenexporte an Saudi- Arabien stoppen – Hungertod im Jemen verhindern!

Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren (2008 bis 1. Halbjahr 2017) Waffen und Kriegsgerät im Wert von über 3,34 Milliarden Euro an Saudi-Arabien geliefert. Auch mit Hilfe deutscher Waffentechnik, wie den Kampfflugzeugen »Tornado« und »Eurofighter« sowie dem G36-Maschinengewehr, führt Saudi-Arabien seit über zwei Jahren einen verheerenden Krieg im Jemen. Das Militärbündnis unter der Führung Saudi-Arabiens gefährdet mit einer Land-, Luft und Seeblockade bewusst die jemenitische Zivilbevöl Mehr...

 
15. Dezember 2017 Gernot Schubert

DIE LINKE. Köln unterstützt die Mahnwachen zum Ausstieg aus der Braunkohle im Heizkraftwerk in Köln Merkenich

Am Freitag, 15 Dezember, wird vor dem Kundenzentrum der Rheinenergie, Deutzer Freiheit 65 eine weitere Mahnwache zum Ausstieg aus der Braunkohle im Heizkraftwerk in Köln Merkenich stattfinden. Der von den Initiatoren der Mahnwache verfasste Aufruf wird mittlerweile von einer Vielzahl von politischer sowie gesellschaftlich engagierter Gruppen, als auch verschiedenen Gliederungen der unterschiedlichsten Parteien unterstützt. Mehr...

 

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AK Soziales und Integration
22. Januar 2018
Rathaus, Spanischer Bau, kleiner Sitzungssaal B 25, 18:30 Uhrmehr...
KV Köln AK Soziales und Integration Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln
Kreismitgliederversammlung
23. Januar 2018 19:00 – 22:00 Uhr
Kommunalpolitik Bürgerschaftshaus Bocklemünd/Mengenich Görlinger-Zentrum 11-15mehr...
KV Köln Bürgerschaftshaus Bocklemünd/Mengenich Görlinger-Zentrum 11-15
AK Stadtentwicklung und Verkehr
25. Januar 2018
Rathaus, Spanischer Bau, 18:30 Uhrmehr...
KV Köln AK Stadtentwicklung und Verkehr Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln