Tausende solidarisierten sich in Köln mit dem Widerstand

Am 1. November 2014  folgten dem Aufruf „Globaler Aktionstag für Kobanê“ von  NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurd_innen in Deutschland e.V) bundesweit 20 Städte (Freiburg, Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt, Berlin, Köln, Düsseldorf, Bielefeld, Hannover, Bremen, Hamburg, Leipzig, Erfurt, Saarbrücken, Bad Neuenahr, München, Braunschweig, Marburg, Göttingen und Gelsenkirchen).

Mehrere zehntausend Menschen haben an Aktionen und Protesten teilgenommen, die von dutzenden Gruppen organisiert und von hunderten Organisationen unterstützt wurden. Nicht nur ein breites Spektrum politischer Gruppen, auch Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Volksgruppen und Religionsgemeinschaften in Deutschland haben die Proteste mit unterstützt und sind an diesem Tag mit auf die Straßen gegangen. All diese Aktionen haben den internationalistischen Geist mit dem Geist eines “Volksaufstand“ für Kobanê zusammengeführt.

Auch in Köln solidarisierten sich über 6.000 Menschen mit Kobanê. Die OrganisatorInnen und TeilnehmerInnen der Demonstration und DIE LINKE Köln haben mit ihrer Solidarität für Kobanê auch die Forderungen nach einer politischen Anerkennung der Kantone von Rojava, dem Stopp der Unterstützung des IS durch Staaten wie der Türkei, der Öffnung eines Korridors nach Kobanê und nicht zuletzt der Aufhebung des PKK-Verbots in Deutschland Ausdruck verliehen.

Angelika Link-Wilden, unsere Kreissprecherin und Andre Hunko, unser Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Europaausschusses hielten eine kämpferisch-solidarische Rede. A. Hunko forderte u.a. die Aufhebung des PKK-Verbots und appellierte an Angela Merkel, sofort zu handeln, weil die PKK einzige starke Kraft ist, die erfolgreich mit PYD (Partei der Demokratischen Union) gegen IS-Terrormilizen kämpft.

Der Widerstand von Kobane muss von breietn Teilen der Gesellschaft getragen werden!

Die Unterstützung des Widerstands von Kobanê ist weitaus mehr als die Unterstützung einer kurdischen Stadt gegen den Terror des Islamischen Staates. Die Unterstützung des Widerstands von Kobanê ist die Unterstützung des Kampfes um die Wahrung der Menschenwürde und der Menschlichkeit. Aus diesem Grund muss dieser Widerstand von Deutschland von breiten Teilen der Gesellschaft getragen werden.

Wir glauben, dass am 1. November ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan worden ist. Unser Wunsch ist es aber, dass die Gruppen und Persönlichkeiten, die gemeinsam in den jeweiligen Städten die Aktionen organisiert haben, und die Bündnisse, die hierbei entstanden sind, über den Aufbau von Solidaritätsstrukturen mit Kobanê bzw. mit Rojava diskutieren.

Zum 1. November haben wir gemeinsam nicht nur ein starkes Zeichen der Solidarität mit Kobanê an die gesamte Welt ausgesendet, sondern wir haben auch den Verteidiger_innen von Kobanê deutlich gemacht, dass sie nicht alleine sind.

Es lebe der Widerstand in Kobanê!
Hoch die internationale Solidarität!

Bericht: Hamide Akbayir

Globaler Aktionstag am 1. November 2014 für Kobanê

Foto: Hamide Akbayir