Auch wenn man sein Auto liebt – 70.000 Euro pro Parkplatz an öffentlicher Subvention sind zu viel!

Möglicherweise bereits zum nächsten Verkehrsausschuss wird die Verwaltung eine Beschlussvorlage zum Bau einer Tiefgarage unter dem Ebertplatz vorlegen. Die größte Variante mit 222 Stellplätzen würde 16 Mio. Euro kosten, 72.000 Euro pro Stellplatz. Der Bau einer solchen Tiefgarage wurde bislang vor allem seitens der FDP und der CDU gefordert. Michael Weisenstein, Fraktionsgeschäftsführer und für DIE LINKE im Verkehrsausschuss, dazu: „Jeder Parkplatz in dieser Tiefgarage kostet über 70.000 Euro. Dafür bekommt man selbst in Köln zwei Wohnungen mit 100 Quadratmetern in guter Lage. Auch wenn FDP-Mitglieder ihr Auto lieben, ist das doch etwas viel an öffentlicher Subvention!“ Im August 2014 stellte die Stadt Köln ihr Konzept „Köln mobil 2025“ vor. In diesem Konzept wird das Ziel formuliert, im städtischen Verkehrsmix den Verkehr zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem ÖPNV zu stärken. Gleichzeitig soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs bis 2025 von 40 % auf 33 % gesenkt werden. Michael Weisenstein dazu: „Wir wollen den Verkehr in Köln menschenfreundlicher und umweltverträglicher gestalten. Dazu brauchen wir weniger Autoverkehr in der Stadt, nicht mehr. Eine FDP, die zweistellige Millionenbeträge für Parkplätze versenken will, hat dies genauso wenig verstanden wie eine CDU, die innerstädtische Plätze zuparken möchte. Auf dem Sudermannplatz sollen auch weiterhin Kinder spielen und Wochenmärkte stattfinden können.“