und stellt eine weitere Anfrage zum Heizkraftwerk Köln Merkenich!DIE LINKE bleibt dran,

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln hat eine weitere Anfrage zu dem Heizkraftwerk in Köln Merkenich gestellt.

Gegenstand dieser Anfrage sind vor allem die, mit der Braunkohleverbrennung verbundenen technischen und betriebswirtschaftlichen Fakten.

Hierdurch wollen wir verstehen wieso es der RheinEnergie in eineinhalb Jahren nicht möglich war, den vom Rat geforderten konkreten Ausstiegsplan aus der Braunkohleverbrennung, für dieses Heizkraftwerk vorzulegen.

Im Zuge der Diskussion um den Betrieb des Braunkohlenkessels vertrat die RheinEnergie ja die Auffassung, dass dieser für eine Sicherstellung einer angemessenen Versorgung ihrer Kunden mit Wärme und Prozessdampf derzeit unumgänglich ist.

Unserer Auffassung nach würde die Wärmeversorgung bei den Kunden der RheinEnergie jedoch auch ohne die Braunkohleverbrennung nicht gefährdet, bestehen doch durch die nahe gelegene Müllverbrennungsanlage und den am Netz angeschlossenen, hocheffizienten Reservekesseln große Kapazitäten für Wärme sowie Dampf. Auch der mehrmonatige Ausfall der Braunkohleverbrennung im Winter 2014/ 2015 gefährdete nicht die Wärmeversorgung der Kunden der RheinEnergie.

Unserer Meinung nach ist es an der Zeit, dass die Fakten hier endlich auf den Tisch kommen, so dass wir den überfälligen Kohleausstieg in Köln endlich einleiten können.

Die Zeit hierfür wird zunehmend knapp, denn die Erdatmosphäre wurde mittlerweile derartig mit CO2 angereichert, dass jede weitere Tonne eine konkrete Verschlechterung bewirkt. Auch der Bezug auf andere, viel größere Emittenten entlässt uns nicht aus der eigenen Verantwortlichkeit.

Mittlerweile erkennen das immer mehr Menschen. Die letzten Jahren mit ihren zunehmenden Überschwemmungen und Dürren sprechen hier auch eine ganz klare Sprache.

Dementsprechend wächst im ganzen Land der Widerstand gegen eine Politik die ihre Nachkommen vergisst. Die ständigen Kundgebungen und bisher zu diesem Thema noch nie dagewesenen Massenproteste zeigen, dass die Klimabewegung mitten in der Gesellschaft angekommen ist. Wer das in seinem Handeln nicht berücksichtigt, läuft zukünftig selbst in Gefahr an den Rand der Gesellschaft geraten.

DIE LINKE. Köln fordert daher, auch im Interesse der RheinEnergie, alle Beteiligten auf hier endlich konsequent zu handeln.

Wer sich zurecht für den Erhalt des Hambacher Forstes und die schnellstmögliche Beendigung der Braunkohleverbrennung einsetzt, muss diese auch konsequenterweise in Köln beenden!

Gernot Schubert