Wie sicher ist die Trinkwasserversorgung im Zeiten der Dürre?Wie sicher ist die Trinkwasserversorgung im Zeiten der Dürre?

Dat Wasser vun Kölle es jot,

so titelten damals ironischerweise die „Bläck Fööss“.

Heute steht fest: Das Kölner Trinkwasser ist ein gesundes, ständig überwachtes Nahrungsmittel in guter Qualität.

Aber wie sicher ist die Versorgung?

Das Kölner Trinkwasser aus zwei Dritteln Grundwasser und einem Drittel Uferfiltrat. Beide Quellen nähren sich letztendlich aus den Niederschlägen. (So steht es jedenfalls in einer Broschüre der RheinEnergie.) Hierbei dürften vor allem die regionalen Regenfälle für die Menge unseres Grundwassers entscheidend sein.

Große Teile des Jahres 2018 sind jedoch von einer, bisher noch nicht dagewesenen Dürre gezeichnet. Sind doch in den Monaten von Mai bis September mit 168l/ qm noch nicht mal die Hälfte, der für diese Jahreszeit zu erwartenden Niederschläge gefallen. Eine Menge von 380l/ qm wäre für diesen Zeitraum normal gewesen.

Dementsprechend ist der Rheinpegel schon seit Monaten extrem niedrig und der, für gewöhnlich in unserer Region vorhandene Wasserüberschuss, scheint einem Wassermangel zu weichen.

Da uns nicht klar ist wie lange dieser Zustand noch anhält und welcher durchschnittlichen jährlichen Regenmenge es bedarf um eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen, fragten wir hier nach.

Diese Fragen sind für die Stadt und ihre Bewohner, unserer Auffassung nach von besonderer Bedeutung, denn das Jahr 2018 mit seinen unzähligen Wetterextremen zeigt unmissverständlich auf: Der Klimawandel hat schon begonnen und wird auch unser Leben beeinträchtigen.

Dabei gehen die meisten Prognosen von einer Zunahme der Hitze- und Dürreperioden, aber auch von häufigeren Starkregenereignissen aus.

Die Bevorratung, sowie die Versickerung des Oberflächenwassers erscheint uns bei Dürre als auch bei Starkregen-fällen ein gangbarer Weg zur Minderung extremer Wasserstände zu sein. Wir wollten daher die Beurteilung der Verwaltung zur Wirksamkeit solcher Maßnahmen erfahren.

Der Klimawandel stellt die Stadt vor neue Herausforderungen. Ein „weiter so“ wird es daher nicht geben können!

Gernot Schubert