Braunkohleverbrennung im Heizkraftwerk Köln Merkenich„Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln“

hat eine weitere Anfrage zu dem Heizkraftwerk in Köln Merkenich gestellt.“

So begann unser Artikel im „Platzjabbeck“, der Zeitung der Ratsfraktion der Kölner LINKEN.

Wir forderten Auskünfte über die Möglichkeiten auf Kohleverbrennung zu verzichten und Alternativen anzubieten, zum Betrieb des Heizkraftswerks, den Wirkungsgraden sowie den Feinstaubemissionen.

Worum ging es uns dabei? Unsere Anfrage diente dazu, Strategien zum Ausstieg aus der Braunkohleverbrennung im Heizkraftwerk Köln Merkenich zu entwickeln.

Die Antworten auf unsere Fragen waren leider mehr als dürftig.

Seitens der Verwaltung wurde uns sogar die fachliche Kompetenz abgesprochen eine detaillierte und ausführliche Antwort überhaupt beurteilen zu können.

Statt einer auskömmlichen Beantwortung spekulierte die Verwaltung schriftlich über die vermeintlichen Beweggründe unserer Fragen.

Einige wurden unter Verwendung von pauschalen und nicht begründeten Hinweisen auf Betriebsgeheimnisse überhaupt nicht beantwortet.

Mit Hilfe juristischer Unterstützung erhielten wir dann letztlich noch folgende Auskünfte:

– Die Rhein Energie wird keine zusätzlichen Kraftwerkskapazitäten am Standort Merkenich errichten.

– Sie plant stattdessen zum Ersatz der Braunkohleverbrennung ihre GUD (Gas- und Dampfturbine)zu ertüchtigen. Hierzu soll ihre Feuerwärmeleistung in Verbindung mit der auskoppelbaren Wärmemenge erhöht werden.

Die von der Verwaltung in Anspruch genommenen „Betriebsgeheimnisse“ wurden durch unsere Beharrlichkeit zumindest nachvollziehbar begründet. Hauptargument war hierbei die Vermeidung von potenziellen Nachteilen für die Rhein Energie durch öffentliche Einsicht in die Wirkung der Anlage in Merkenich.

Kritisch anmerken möchten wir, dass es eigentlich nicht hinnehmbar ist, wenn eine einigermaßen zufriedenstellende Beantwortung eineinhalb Jahre benötigt und es etlicher Gespräche bedurfte, um diese Informationen zu erhalten.