#LeaveNoOneBehind

Wir erleben eine beispiellose menschenrechtliche, gesundheitliche und politische Katastrophe. Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie müssen wir mehr denn je solidarisch handeln und jene unterstützen, die von dieser Katastrophe besonders schwer betroffen sind. Wir halten zusammen: Leave No One Behind!

Bundesweiter Aktionstag zur Evakuierung der griechischen Lager

Situation in Griechenland

In den Lagern auf den griechischen Inseln müssen 40.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen ausharren. Etliche Organisationen fordern schon lange die Evakuierung zumindest von besonders gefährdeten Menschen aus diesen Lagern, denn die Situation ist seit jeher unerträglich, es fehlt an allem. Die Lager sind an sich eine permanente Menschenrechtsverletzung. Gegen diese unerträglichen Zustände, gegen die Angriffe der Faschistinnen und nun auch gegen die Corona-Viren, organisieren sich die Menschen vor Ort mit den unzureichenden Mitteln und Maßnahmen, um sich selbst, ihre Familien und Freundinnen zu schützen. Jetzt aber läuft die Zeit ab: Gefangen und isoliert auf den Inseln sind die der Corona-Pandemie ausgeliefert. Tatenloses Zuschauen heißt, die Menschen sterben lassen. Die deutsche Regierung muss jetzt handeln, sie muss jetzt evakuieren! Und sie kann es: Weltweit wurden deutsche Tourist*innen mit Flugzeugen zurückgeholt. Wir fordern eine Evakuierung von den griechischen Inseln, mehr als 140 aufnahmebereite Sicheren Häfen sagen:

Wir haben Platz!

Unsere Solidarität endet nicht an nationalstaatlichen Grenzen, sie gilt für alle Menschen! In Zeiten der Corona-Pandemie stehen wir als Bewegungen und Organisationen vor neuen Herausforderungen. Gleichzeitig ist es notwendiger denn je, dass wir als Menschen aus diversen antirassistischen, antifaschistischen, menschenrechtlichen, queerfeministischen, Gesundheits-, Mieten- und Klimabewegungen und -organisationen, jetzt zusammenkommen und entschlossen dem verkürzten Solidaritätsbegriff von Merkel entgegentreten. Wie unsere Gesellschaft nach der Corona-Zeit aussieht, wird in diesem Moment verhandelt. Das können wir nicht denen überlassen, die jetzt die Schließung der Grenzen und autoritäre Maßnahmen feiern. (aus: Aufruf 5.04.2020)

ACTION KIT für Köln

Aktionstag “Wir hinterlassen Spuren”

Wie ihr mitmachen könnt:

Nutze deinen Sonntagsspaziergang als Protestform. Ausgestattet mit Straßenmalkreide ziehst du alleine, zu zweit oder mit den Menschen, mit denen du zusammenwohnst, los zu den “Protest-Orten”, die sich am nächsten zu deiner Wohnung befinden. Dort hinterlässt du deine “Fußabdrücke” mit deiner eigenen Kreide – natürlich mit gebührendem Abstand zu weiteren Mitmenschen, um ein Infektionsrisiko für Dich und Andere auszuschließen.

Wo hinterlassen wir Spuren?

  1. Deutz, am Fuße der Hohenzollernbrücke bei den Rheinterrassen
  2. Südstadt, am Clodwigplatz
  3. Innenstadt, vor dem Rathaus
  4. Mülheim, Wiener Platz
  5. Poll, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Poller Kirchweg

Und auch wenn Ihr nicht zu diesen Orten kommen könnt, hinterlasst Spuren vor eurer Haustür oder an der nächsten Kreuzung, fotografiert diese und postet die Fotos auf Sozial Media.

Was brauchst du?

Am besten aber, du bringst dir deine Materialien selbst mit. Wahrscheinlich wird es an den zentralen Orten aber auch Verschenkkisten geben, die von uns mit den nötigen Materialien bestückt werden. Du brauchst

  • Straßenmalkreide oder Sprühkreide
  • Einweghandschuhe – um sicher zu gehen, dass über geteilte Kreide etc. nichts übertragen wird.

Wir freuen uns über euer Engagement und wünschen viel Kraft und Gelassenheit!