Solidarität mit dem Warnstreik der Kolleg*innen bei der KVBLiebe Kolleginnen und Kollegen bei der KVB,

die Mitglieder des Kreisverbands Köln DIE LINKE. senden Euch solidarische Grüße für Euren Arbeitskampf.

Es ist eine Frechheit, wenn die Arbeitgeber sagen, in Corona-Zeiten seien Streiks eine Zumutung für die Gesellschaft. Eine Zumutung sind vielmehr Eure Arbeitsbedingungen! Es geht nicht an, den Beschäftigten in Dienstleistungsberufen erst im Bundestag zu applaudieren und dann den Respekt und die Anerkennung zu verweigern.

Der ÖPNV ist ein Schlüsselbereich für die schon aus Gründen des Klimaschutzes dringend nötige Verkehrswende. Dafür muss er drastisch ausgebaut werden, was tausende neue Jobs im Fahrdienst, bei Technik und Wartung benötigt. Wir wollen, dass diese neuen Stellen gute Arbeits­bedingungen aufweisen und so gut bezahlt sind, dass auch der Facharbeiter von FORD gern zur KVB wechselt.

Zur Finanzierung des ÖPNV und anderer notwendiger öffentlicher Aufgaben müssen die 1% Superreichen in diesem Land, denen 30% des Vermögens gehört, endlich zur Kasse gebeten werden.

Die sture Haltung der Arbeitgeber zeigt eins: Die Lasten der Krise sollen – wie schon 2008/09 – wieder auf die Schultern der arbeitenden Menschen abgewälzt werden.

Diese Tarifrunde in den verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes ist deshalb keine Routine-Runde. Sie ist vielmehr der Auftakt zu knallharten Verteilungskämpfen.

In diesen Kämpfen steht die LINKE ohne Wenn und Aber auf Eurer Seite.

Mit solidarischen Grüßen

Kreisverband Köln DIE LINKE

 

Foto Marco Ferch CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/