St. Martin

St. Martin in Kölle

Am 11.11. ist Martinstag, zur Erinnerung an diesen ungewöhnlichen Mann, der vor mehr als 1.600 Jahren einige Zeit als Soldat in Köln verbrachte. Er teilte mit den Armen und lebte auf eigenen Wunsch in einfachsten Umständen. Als Soldat verweigerte er den Dienst mit der Waffe und als Bischof setzte er sich beim Kaiser für die Freiheit derer ein, die den christlichen Glauben anders deuteten als er. Jedes Kind in Köln kennt die Geschichte, wie er seinen warmen Soldatenmantel mit dem frierenden Bettler teilte. Und das ist wohl, wofür er heute am bekanntesten ist: Die Bereitschaft, mit den Armen zu teilen.

Teilen macht heilig – nicht nur St. Martin

Was würde Martin dazu sagen, dass heute Menschen, die unschuldig in Not geraten sind, auf der Flucht an den Außengrenzen der EU ertrinken? Dass Hilfe systematisch verweigert wird? Und das oft von Politikern, die Parteien angehören, die sich christlich nennen? „Was ihr verteidigt, ihr hohen Herren, ist nicht das christliche Abendland, es ist eure eigene unchristliche Hartherzigkeit“, das könnten seine Worte wohl sein.

Teilen ist auch heute ein aktuelles Thema

Heute ist die Religion nicht mehr so wichtig. Und man muss nicht Christ*in sein oder überhaupt an einen Gott glauben, um das Wirken des Heiligen Martin zu ehren, denn das Teilen ist ein Thema das auch heute wieder aktuell ist. Wer wird die enormen Kosten der Corona-Krise bezahlen? Die Antwort der Milliardäre und ihrer Freunde in der Politik wird die gleiche sein wie immer: Fürs Bezahlen sind andere zuständig. Nämlich diejenigen, die persönlich wenig besitzen und die jetzt während der Krise „den Laden am laufen halten“. Reiche sind leider meistens gegen das gute Beispiel des Heiligen Martins immun. Deshalb setzt sich DIE LINKE für eine umfassende Vermögensabgabe ein, mit der Millionäre und Milliardäre zur Finanzierung der Krisenkosten herangezogen werden.Martinsfeuer

Hoffentlich bald wieder Martinszüge

Leider können dieses Jahr die Martinsumzüge wegen Corona nicht stattfinden. Es ist ein schöner Brauch, und wir freuen uns darauf, wenn „nach Corona“ – wann immer das sein wird – wieder die Kinder mit den Laternen durch die Straßen ziehen und Lieder singen und die Martinsfeuer brennen, um des heiligen Mannes, der kompromisslos zum Teilen mit den Armen bereit war, zu gedenken.