Rathausplatz zu Köln„Wir haben die von Ihnen formulierte Kritik vernommen, halten Sie aber inhaltlich wie formal für unangebracht.“ So endet der offene Brief, den die Bezirksvertreter*innen der Innenstadt an den  Kölner Bundestagsabgeordneten Karsten Möring (CDU) adressiert haben. Möring hatte sich in der vergangenen Woche in einem ebenfalls offenen Brief an den Bezirksbürgermeister sowie den “Express” gewandt und die BV-Beschlüsse der letzten Sitzung harsch kritisiert.

Konkret geht es um verschiedene verkehrsberuhigende Maßnahmen, in deren Mittelpunkt die autofreie Umgestaltung der Ehrenstraße steht. Diese bildet das Bindeglied zwischen der Breite Straße und den Ringen und hat „als gut besuchte Einkaufsstraße mit hoher städtischer Erlebnisqualität mehr Aufenthaltsqualität verdient“. So steht es in einem Beschluss, den die Bezirksvertretung bereits im Juli 2016 gefasst hat. Tatsächlich gibt es schon seit Anfang der neunziger Jahre Bemühungen, die Situation vor Ort zu verbessern. Zuletzt musste die Straße im vergangenen Sommer wegen akuter Überfüllung aus Infektionsschutzgründen zweimal gesperrt werden – da ist Handlungsbedarf angesagt.

Wir gehen davon aus, dass die von uns gewünschten Maßnahmen nicht nur Lebens- und Aufenthaltsqualitätssteigerungen mit sich bringen werden sondern sich auch nachhaltig positiv auf Umsatzentwicklung und Kunden-Akquise auswirken werden. So ist zumindest die Erfahrung an anderen Orten, in denen in der Vergangenheit ähnliche verkehrsberuhigende Maßnahmen eingeleitet wurden. Auch haben wir Karsten Möring darauf hingewiesen, dass selbst gemäß Wahlprogramm der Kölner CDU „die Quartiere Ehrenstraße und Breite Straße durch aufgewertete Fußgängerzonen zu attraktiven Aufenthaltsbereichen weiterentwickelt werden.“ So, what?

Der offene Brief der Bezirksvertreter*innen und Fraktionen (außer CDU) findet sich hier

Der offene Brief von Karsten Möring (MdB) findet sich hier