Solidarität! – Warnstreiks in Köln

Solidarität! - Warnstreiks in KölnIn Köln führen die Kolleginnen und Kollegen von Verdi und GEW aktuell im Rahmen der Tarifrunden Warnstreiks durch. DIE LINKE Köln ist solidarisch mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen!

Auf der Kundgebung der GEW hatte Sergen Canoglu, Sprecher der LINKEN.Köln als Gast Gelegenheit für ein Grußwort, das wir hier dokumentieren.

 

Solidarität! - Warnstreiks in KölnSolidarität mit dem Kampf der Kolleginnen und Kollegen der GEW  – vorgetragen von Sergen Canoglu, Kreissprecher der LINKEN.Köln

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die LINKE Kreisverband Köln ist solidarisch mit eurem Tarifkampf im Rahmen der Verhandlungen zum TV-L und TV stud.

Wir unterstützen eure Forderung ganz und gar, die wahrlich nicht überzogen sind. So liegt die Entgeltforderung von 5%  nur knapp über der ansteigenden Inflationsrate.

Auch Eure strukturellen Forderungen sind absolut gerechtfertigt. Gerade die  Corona-Krise hat gezeigt, unter welch starken Belastungen insbesondere die Beschäftigten an den Krankenhäusern und in den Schulen arbeiten.

Prekäre Beschäftigung und Dauerbefristung an den Hochschulen müssen ebenfalls beendet werden, ein Tarifvetrag für studentische Beschäftigte ist überfällig.Solidarität! - Warnstreiks in Köln

Die Haltung der öffentlichen Arbeitgeber ist zynisch, wenn sie behaupten, die Belastungen seien nur vorübergehend gewesen. Offenbar ist ihnen entgangen, dass es schon vor Corona Pflegenotstand und zu große Klassen gab.

Das Vorhaben der Arbeitgeber, den „Arbeitsvorgang“ in kleine Einheiten zu zerlegen und neu zu bewerten,  um Entgeltkürzungen durchzusetzen, ist ebenfalls skandalös und vor dem Hintergrund des viel beklagten Fachkräftemangels geradezu kontraproduktiv.

Die öffentlichen Arbeitgeber wollen einen Teil der Corona-Kosten auf Beschäftigten abwälzen, wie der TdL-Vehandlungsführer Hilbers ganz offen zugibt: Man strebe „eine schnelle Konsolidierung der Haushalte ohne neue Schulden an“, und die Personalkosten müssten dazu „einen nennenswerten Betrag leisten“.

Darum ist für uns LINKE die Erhebung einer Vermögensabgabe zur Finanzierung von Krisenkosten und Investitionen dringend notwendig, wie wir sie vor und –  im Gegensatz zu anderen – auch nach der Wahl vertreten. Wenn die Superreichen in diesem Land nicht endlich angemessen besteuert werden, werden immer weitere Angriffe auf die Beschäftigten laufen und wird der Investitionstau bei der öffentlichen Daseinsvorsorge nicht beseitigt werden.

Ihr alle habt mehr verdient. Wir wünschen euch viel Erfolg.

Mit solidarischen Grüßen

DIE.LINKE

Kreisverband Köln