DIE LINKE weisstrans mit rotem Hut

Kreisverband Köln

 

DIE LINKE in Aktion in Chorweiler!

In Chorweiler ist Einiges zu tun – Das ist keine Weisheit für die eine Wissenschaftlerin eingeflogen werden müsste, das weiß jede Chorweilerin und jeder Chorweiler und gibt darüber auch gerne Auskunft. Ein Aktionsbericht.

„Über Chorweiler wird manchmal gespottet, aber es ist hier doch auch schön!“

Am 02. Juni 2018 begab sich DIE LINKE in Chorweiler und Nippes zum Pariser Platz und zur Neusser Straße in die Mittagsonne. Wir sahen es als unsere Aufgabe auf die für die ganze Stadt folgereichen Pläne von CDU und FDP hinzuweisen: Diese wollen einen Tunnel ab dem Heumarkt für die Stadtbahn-Linien 1, 7 und 9 bauen, der die Situation nicht nur nicht verbessert. CDU und FDP nehmen dafür auch noch in Kauf, dass es zu baustellenbedingten Staus kommt und der Stadt über Jahre Geld und Personal für ordentliche Projekte fehlt. Das ist unvernünftig und geht besser, und DIE LINKE hat dazu Vorschläge. Darüberhinaus nahmen wir den Fahrscheinlosen Tag bei den KVB zum Anlass, um auf die Vernünftigkeit von fahrscheinlosem Öffentlichen Personennahverkehr aufmerksam zu machen.

 „Es gibt immer mal punktuell Projekte. Die werden aber nicht instandgehalten und verkommen wieder.“

Neben der Verteilung unseres Infomaterials nutzten wir in Chorweiler eine aufgestellte Pinnwand, um die Ideen und Forderungen der Bürgerinnen und Bürger öffentlich zu machen. Die Chorweiler Bürgerschaft ist überaus freundlich und zuvorkommend: Es ist ein Leichtes zu erfahren, was besser gemacht werden kann, wie die Stadtteile geplant werden müssten. Hier, wo das Leben konkret ist, entstehen viele gute Ideen.

„Es ist Einiges zu tun in Chorweiler. Aber wir leben hier gern.“

Die Pinnwand erfreute sich reger Beteiligung und wurde dankend aufgenommen: Der Lärm und die fehlende Infrastruktur für ältere sind ein Problem, vermerkte ein älterer Einwohner. Eine junge Familie bat um etwas Zeit, um sich zu beratschlagen und präsentierte uns, was ihnen auffiel: Es fehlte an Kinderärzten in Chorweiler. Arbeiterinnen zeigten auf, dass die Anbindungen von Chorweiler aus oft Anfahrtzeiten zu den Arbeitsplätzen von über einer Stunde mit sich brächten. „Wissen Sie, alleine fühlt man sich oft hilflos. Aber wenn wir als Betroffene zusammenkommen würden, könnten wir uns auch gegenseitig den Rücken stärken.“ erklärte uns resümierend eine Bürgerin, wie mit den Aufgaben im Stadtbezirk umzugehen sei.

Der Kapitalismus ist eine Einrichtung, die alleine macht: Einzeln können wir oft unseren Wünschen und Träumen, unserem Ärger und unserer Wut keine Möglichkeit geben, gehört zu werden. Aber kommen wir zusammen, werden aus Wünschen Forderungen, aus Ärger gemeinsame Organisation und aus Träumen wird die Möglichkeit, einen noch schöneren Stadtteil aufzubauen.

Kölnerinnen und Kölner – seien wir Arbeiterinnen oder Selbstständige, Geringerverdiener oder Geflüchtete, mit unseren je eigenen Problemen, eigenen Lieblingsplätzen und Stolz auf unser Veedel – sprechen doch dennoch eine gemeinsame Sprache: An dem Ort, an wir alle leben, sollten wir auch bestimmen, wie die Stadt weiterentwickelt und ausgebaut wird. Nämlich so, dass unsere Kinder schöne Spielplätze haben; die Bahnen uns fix zur Arbeit und zur Lieblingskneipe oder zum Konzert fahren; unsere Wohnungen bezahlbar sind und in einer Gegend liegen, in der man etwas Schönes unternehmen kann; die Wege zwischen Arbeit, Bildung, Einkaufen und Freizeit kurz sind; dass unsere Plätze nicht vermüllt und unsicher sind, sondern ein Ort des Spielens und der Begegnung. Wir sind das wert. Und wer, wenn nicht wir, soll denn wissen, wie die Stadt auszusehen hat?

DIE LINKE. KÖLN wird weiterhin genau dies in den Rat, die Parlamente und die Straßen tragen. Und das nicht nur zu den Wahlen.

Und Sie können das ebenso:

  • am 29.06. protestiert ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen den geplanten Tunnel und für einen bürgergerechten Ausbau unserer Stadt.
  • Und am 30.06. findet um 11:00 Uhr im Rathaus die Abschluss-Veranstaltung zur „Bürgerbeteiligung Ost-West-Trasse“ statt: Nehmen Sie teil und belehren Sie diejenigen, die diese Belehrung benötigen.

 

Werden wir nicht müde zu fordern:

Bürgerbeiteiligung und Vorstellung der Ost-West-Bahn in Köln

  • Wir brauchen einen umlagefinanzierten fahrscheinlosen Öffentlichen Personennahverkehr!
  • Schnell das KVB-Netz ausbauen, anstatt Geld und Personal für einen Ost-West-Tunnel zu verschwenden!
  • Her mit einer Stadtbahnanbindung für Esch, Pesch und Auweiler mittels verlängerter Linie 5 über den Longericher Bahnhof!
  • Her mit einer neuen Haltestelle Niehler Straße/Gürtel, damit die neuen Wohngebiete in Chorweiler und Nippes einen guten Stadtbahnanschluss haben!
  • Her mit einer Busspur vom Deutzer Bahnhof über Zoobrücke und Innere Kanalstraße bis zur Universität!