Eric Olin Wrights Vorschläge für Wege aus dem Kapitalismus

Seit 150 Jahren scheitern bislang alle Versuche, den Kapitalismus revolutionär oder durch Reformen zu überwinden. Stattdessen machen uns die destruktiven Seiten des Kapitalverhältnisses für Mensch und Natur, teils immens gesteigert, zu schaffen.

Der amerikanische Soziologe Eric Olin Wright beharrt dennoch darauf, dass eine andere Welt jenseits des Kapitalismus möglich und nötig ist. Dafür müssen wir uns jedoch mit den gescheiterten Strategien auseinandersetzen und sie kritisch reformulieren.

“Reale Utopien” setzen in der Gegenwart an: im Aufbau emanzipatorischer Projekte von unten, die zur zivilgesellschaftlichen Ermächtigung gegenüber Staat und Kapital führen. Sie weisen über die bestehende Ordnung hinaus, können in einen demokratischen Sozialismus hinüberleiten. Hierfür stehen beispielsweise selbstverwaltete Kooperativen oder eine breit partizipativ städtische Haushaltsplanung.

“Das Potenzial für den Aufbau einer breiten sozialen Basis für eine neue Ära fortschrittlicher Politik besteht. Es wird von unvorhersehbaren historischen Ereignissen und von der kreativen Handlungsfähigkeit der Aktivist*innen und kollektiven Akteure abhängen, ob dieses Potenzial realisiert wird.” (E. O. Wright)

In unserem Workshop werden zentrale Vorstellungen von Wrights Werk vorgestellt. Dabei stehen ihre Reichweite und möglichen Grenzen zur Diskussion – natürlich auch die Frage, inwieweit wir sie in unserer Arbeit für DIE LINKE verwenden können.

Ausrichterin: Eine Veranstaltung der AG “Innerparteiliche Schulung und Bildung” in der LINKEN Köln, vorbereitet durch Dietmar Aigner, Heiner Kockerbeck, Nadine Mai, Paul Oehlke und Wally Röhrig.

Textbasis: Eric Olin Wright: Reale Utopien. Wege aus dem Kapitalismus, Frankfurt a. M. 2017 sowie derselbe: Linker Antikapitalismus im 21. Jahrhundert. Was es bedeutet, demokratischer Sozialist zu sein, Hamburg 2019.

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Datum:23.01.2020

Uhrzeit:19:00 - 21:30

Veranstaltungsort
Wahlkreisbüro Matthias W. Birkwald
Severinswall 37

Veranstaltet von: AG Schulung und Bildung