KVB zum Nulltarif – Bus und Bahn ausbauen.

KVB zum Nulltarif – Bus und Bahn ausbauen.Köln braucht eine echte und umfassende Verkehrswende. Unser Ziel ist es, Mobilität in hoher Qualität für alle zu schaffen. DIE LINKE will den Öffentlichen Personennahverkehr kostenlos zur Verfügung stellen. Wenn wir den Nulltarif umsetzen wollen, müssen im Öffentlichen Personennahverkehr deutlich mehr Kapazitäten geschaffen werden.

Mobilität ist eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie muss für alle, auch für Bezieher*innen geringer Einkommen, erschwinglich sein. Wir wollen den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zum Nulltarif als kommunalen Beitrag zum Klimaschutz – gut ausgebaut, vernetzt, emissionsarm, barrierefrei. Wir unterstützen sinnvolle Zwischenschritte, die zu einer deutlichen Fahrpreissenkung führen, etwa das 365 €-Ticket nach Wiener Vorbild.

Teurer und schlechter ÖPNV ist unsozial und klimaschädlich

Mobilität ist ein wesentlicher Aspekt urbanen Lebens. Ihr Rückgrat in der Großstadt sollte der ÖPNV sein. Das Straßenbild beherrscht jedoch die in Beton gegossene autogerechte Stadt. Autos dominieren das Verkehrsaufkommen, die öffentlichen Investitionen und die mit dem Verkehr verbundenen Finanzströme.

Dass so wenige Autofahrer*innen auf die KVB umsteigen, liegt an den viel zu hohen Preisen und am teilweise unattraktiven Angebot. Kundenfreundlichkeit und Barrierefreiheit der KVB lassen sehr zu wünschen übrig: Die Bahnen sind überfüllt, die Rolltreppen und Fahrstühle sind defekt …

Umstieg durch Ausbau des KVB-Netzes attraktiv machen

Wenn wir den Nulltarif umsetzen und viel mehr Menschen ermuntern wollen, auf Bahn und Bus umzusteigen, müssen deutlich mehr Kapazitäten im ÖPNV geschaffen werden.

Wir lehnen den U-Bahn-Tunnel auf der Ost-West-Achse entschieden ab. Er wird hunderte Millionen Euro verschlingen, aber die Kapazitäten nicht erweitern. Statt 20 Jahre Baustelle fordern wir zeitnahe und bedarfsgerechte Investitionen in den oberirdischen Ausbau des KVB-Netzes:

  • bedarfsgerechter und umfangreicher Ausbau der Kapazitäten;
  • Erweiterung der Rhein-Querungen durch Umweltbrücken für ÖPNV, Fahrrad und Fußgänger*innen;
  • oberirdische Verlängerung der Stadtbahnlinien in die Außenbezirke und Anbindung aller größeren Siedlungsgebiete an das KVB-Netz;
  • Einrichtung rechtsrheinischer Nord-Süd-Stadtbahnen;
  • Nulltarif auch beim VRS zur Einbeziehung der 354.000 täglichen Einpendler*innen, Ausbau des Bahn- und Regionalverkehrs der Bahn in das Kölner Umland und Taktverdichtung auf bestehenden Linien, Mobilitätshubs an Haltestellen im Kölner Außenbereich und im Umland, um einen Umstieg auf Rad, Pedelec oder Carsharing zu ermöglichen;
  • längere Stadtbahnen mit ausreichend Stellplätzen für Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren, Rollstühle und E-Scooter;
  • barrierefreie Haltestellen und zügige Instandsetzung defekter Aufzüge und Rolltreppen.

Der vollständige Abschnitt aus unserem Wahlprogramm zu diesem Schwerpunkt findet sich hier.