Tage vor Beginn des von den USA veranlassten Auslieferungsverfahrens gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange in London wächst die Aufmerksamkeit und auch die Solidarität.

UN-Jurist Nils Melzer enthüllt Rechtsbrüche schwedischer, britischer und amerikanischer Behörden gegen Assange

Der Schweizer Jurist und Diplomat Nils Melzer als vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eingesetzter Berichterstatter hat sich eingehend mit der Verfolgung von Julian Assange befasst. Er wirft den britischen Behörden “psychische Folter” vor. Er hat auch, des Schwedischen mächtig, die Unterlagen der eingestellten Untersuchungsverfahren gegen Assange in Schweden gesichtet und nachvollzogen, wie der Vergewaltigungsvorwurf gegen Assange konstruiert wurde. Nun hat er in einem sensationellen Interview in der Schweizer Zeitung “Republik” seine Erkenntnisse dargelegt.

Günter Wallraff hat über 100 prominente Unterstützer versammelt

Der Kölner Schriftsteller Günter Wallraff sammelt zusammen mit Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel und der LINKEN-Abgeordneten Sevim Dagdelen prominente Unterstützer, die Assange´s Freilassung fordern. Vor einigen Tagen hatte Wallraff in seinem Haus in Ehrenfeld Assange´s Vater John Shipton zu Gast. Der Kölner Express berichtete ausführlich und verlinkt das Interview der KollegInnen von der “Republik”.

Journalist*innen wachen auf – es geht um die Pressefreiheit

Inzwischen haben zahlreiche Medien in Deutschland über die Vorgänge kritisch berichtet. Immer mehr Journalisten dämmert es: Es geht nicht nur um die Person Assange. Es geht um die Pressefreiheit in der Welt. Die Verbrechen im Namen der USA, die WikiLeaks aufgedeckt hat, sind bis heute straffrei geblieben. Stattdessen soll derjenige, der sie aufgedeckt hat, vernichtet werden. Und das nicht nur in den USA, sondern mit Auslieferungsverfahren in aller Welt. Wenn das Spiel aufgeht, ist unabhängige Berichterstattung über Verbrechen von US-Behörden bald nur noch in Russland oder China möglich. Aber so weit sind wir noch nicht. Noch wird kritisch über den Fall berichtet!

Mahnwachen an vielen Orten

AktivistInnen organisieren vielerorts Mahnwachen, hier eine musikalische Mahnwache in Köln.

Was kannst du tun?

  • Das „Free Assange Commitee Germany” organisiert Mahnwachen und andere Aktionen. Da kannst du mitmachen!
  • Wie berichtet deine Zeitung? Schreibe einen Leser*innenbrief!
  • Beantrage eine Solidaritäts-Resolution für Assange in deinem Verein.
  • Bist du Journalist*in? Was sagt dein Fachverband? Werde aktiv!
  • Unterstütze eine Online Petition und lade deine Freunde und Bekannten dazu ein. Schon 397.000 haben unterschrieben (Stand 07.02.2020).
  • Schreib Julian einen Brief. Adresse links auf dem Briefumschlag. Er kann Zuspruch gebrauchen!

Freiheit für Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden!