Im Folgenden geben wir eine kurze Zusammenfassung unserer politischen Grundsätze für die Politik der Partei DIE LINKE auf Bundesebene und in der Kommune und Stadt.

Wir stehen für Ablehnung der neoliberalen Europäischen Union, die im Zuge der sogenannten „Euro-Krise“ Banken gerettet und Schulden verstaatlicht und somit vergesellschaftet hat. Ein anderes, solidarisches Europa, das nicht von Banken und Konzernen bestimmt wird, muss das Ziel der Partei DIE LINKE sein. „Die wesentlichen Akteure in diesem Spiel – Großbanken, Versicherungen, Spekulanten – sowie die strukturbestimmenden Konzerne der Weltwirtschaft müssen entmachtet, entflochten und gesellschaftlicher Kontrolle unterstellt werden.“ (Politische Grundsatzerklärung der AKL Köln 2012, 2)
Das Leitbild der sozialistischen Massenpartei die LINKE ist weder ein „grüner Kapitalismus“ noch ein sozialdemokratischer Kapitalismus. Das von Konkurrenz und stetigem Streben nach Profiten geprägte Konsummodell treibt die Weltgesellschaft in eine Energiekrise hinein, die die Basis gesellschaftlichen Zusammenlebens und die Ökologie unseres Planeten gefährdet. Wir haben die Chance und die Aufgabe, ein demokratisch und selbstbestimmt verwaltetes Gesellschaftsmodell zu propagieren und zu praktizieren, das auf den Grundlagen der Solidarität und Nachhaltigkeit basiert.
„Nie wieder Krieg“ ist und bleibt einer der wichtigsten Grundsätze linker Politik. Auch die deutsche Bundesregierung geht im Ausland für wirtschaftliche Interessen über Leichen. Ob in Afghanistan oder Somalia, deutsche Soldat_innen verteidigen wirtschaftliche Interessen in der ganzen Welt und liefern sich damit oft ein Wettrennen um die kapitalistische Vormachtstellung mit anderen Nato- oder sogenannten Bündnis-Partnern. Auch eine „Weltinnenpolitik“ oder „humanitäre Kriegseinsätze“ darf es mit der LINKEN nicht geben. DIE LINKE sagt generell Nein zu Einsätzen der Bundeswehr. Wir setzen uns für eine sofortige Kündigung der deutschen NATO-Mitgliedschaft ein, denn im Krieg überwältigen die Mittel letzen Endes immer den Zweck.
Die kapitalistische Gesellschaft legt sozialdarwinistische und biologistische Menschenbilder an den Tag und grenzt Menschen politisch und sozial aus. Dies bildet den Nährboden für faschistische und rassistische Gruppen und EinzeltäterInnen, die aufgrund selbst erfahrener Exklusion Möglichkeiten zur Kompensation suchen oder im Wettlauf um Erfolg irrationalen Ideologien gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit folgen. Rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung werden von der bürgerlichen Gesellschaft verharmlost, geduldet oder offen unterstützt. DIE LINKE fordert sich gegen diese Duldung und Unterstützung zu wehren, V-Leute des Verfassungsschutzes abzuschalten und ein Verbotsverfahren der NPD auf den Weg zu bringen. Die LINKE fordert ein Verbot aller faschistischen Organisationen und tritt für eine Bündelung antifaschistischer Kräfte ein, um den rechten Spuk vertreiben zu können und Menschen in solidarischer Praxis miteinander zu verbinden.
Das Personal der herrschenden Klasse ist ein Abbild der Krisen des Kapitalismus. Der Klüngel aus Politikern und Wirtschaftsbossen liegt in der Natur des politischen Systems und ist keine Ausnahme sondern die Regel. Weil sich Menschen deshalb immer mehr von diesem prinzipien- und hoffnungslosen Politikbetrieb abwenden, ist die Existenz einer glaubwürdigen linken Partei unerlässlich. DIE LINKE darf sich deshalb nicht gemein machen mit der „feinen Gesellschaft“, die für „das Ansehen des Staates“ oder „den Respekt vor dem Amt“ eintritt und versucht, die bestehenden Herrschaftsverhältnisse abzusichern. Die LINKE ist immer nur so stark, wie sie in der kapitalistischen Frage Opposition bleibt und sich nicht auf opportunistischen Reformismus einlässt.
„Programmatische Kühnheit und Frechheit im Auftreten müssen die Erkennungsmerkmale der LINKEN sein.“ (ebd., 4) DIE LINKE muss ihr Profil als selbstbestimmte Mitgliederpartei schärfen und sich gesellschaftlichen Bewegungen anschließen bzw. versuchen, ihnen eine Heimat zu bieten. DIE LINKE muss den Kampf gegen die Ursachen der sozialen Missstände führen. Eine Anbiederung an die SPD oder Aufweichung der Kernüberzeugungen der LINKEN kommt daher für die AKL nicht infrage. Dass die Partei daher „allein gegen alle“ steht, ist alles andere als eine Schande, sondern vielmehr die Chance, glaubwürdig und konsequent die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung zu verkörpern.