Die Stadtverwaltung informierte die Mitglieder des Bauausschusses am 11.12. über eine erneute Kostensteigerung für die Sanierung der Sondermülldeponie Kalkberg. Nötig sei die Bewilligung von zusätzlich 6,7 Mio. Euro. Allein für die Maßnahmen an der westlichen Böschung (Los 1 der Vergabe) stiegen die Kosten um 4,7 Mio. Euro.

Heiner Kockerbeck, Ratsmitglied DIE LINKE und Mitglied im Bauausschuss meint dazu:
Der Kalkberg bleibt weiterhin ein Projekt der üblen Überraschungen. Mit der neuerlichen Kostensteigerung ist die Sanierung der brüchigen Sondermülldeponie weitaus teurer als die Hubschrauberstation selbst. Der Abschied von der Hubschrauberstation ist jedenfalls überfällig.“

Gleichzeitig wurde darüber informiert, dass der südliche Hang entlang der Zoobrücke (Los 5) erstmals grundlegend auf seine Standsicherheit überprüft werden müsste. Im Statik-Gutachten von 1998 seien Unterlagen über den südlichen Hang nicht vorhanden. Sollten im Los 5 Maßnahmen zur Stabilisierung erforderlich sein, würde dies die Kosten erneut in enormer Größenordnung erhöhen.

Heiner Kockerbeck hierzu:
„Man kann sich wieder nur wundern: Die Stadt kaufte den Deponieberg, ohne für den südlichen Hang statische Unterlagen zu haben. Was kommt als nächstes heraus?”

Die Verwaltung ist im Juli vom Rat beauftragt worden, bis zu den Sitzungen im Dezember Standortalternativen für eine Hubschrauberbetriebsstation bis zum Dezember 2017 vergleichend vorzulegen. Bis heute gibt es für die Ratssitzung am 19. Dezember keine entsprechende Vorlage. Die Ratsfraktion DIE LINKE hatte im Juli 2017 erneut beantragt, das Projekt auf dem Kalkberg endgültig aufzugeben, war damit aber bei den anderen Ratsfraktionen auf Ablehnung gestoßen.

Kontakt:
Heiner Kockerbeck, 01577/6654305